In der Bildbearbeitung arbeite ich mit KünstlerInnen, GestalterInnen, GrafikerInnen, WebdesignerInnen und anderen kreativen Köpfen zusammen, um einmalige Bild-, Text- und Farbwelten zu entwickeln.

Professionelle Bildbearbeitung
Bildbearbeitung? Für das gibts die nötige Software und intelligente Kameras. Jein. Die professionelle Bildbearbeitung geht da schon etwas weiter. Ist wie beim selber kochen. Keine Fertigprodukte, selber einkaufen, putzen, schneiden etc. ein Ziel vor Augen haben und so ist es auch bei der professionellen Bildbearbeitung. Von Beginn weg das Resultat vor Augen haben.

Ist die Aufnahme mal Über- oder Unterbelichtet oder wurde der falsche Weissabgleich gewählt, so kann man in der Nachbearbeitung noch einiges korrigieren. Immer voraus gesetzt es wurde im RAW-Format fotografiert. Wurde im jpeg Format fotografiert kann man in der professionellen Bildbearbeitung auch ein falsches RAW erzeugen, ist aber dann in der Bearbeitung eingeschränkt.

Wurde die Aufnahme mit einer zu offenen oder zu geschlossenen Blende (Tiefenschärfe) aufgenommen, oder die Schärfe falsch eingestellt, ist auch in der professionellen Bildbearbeitung (fast) nichts mehr zu korrigieren. Ein paar Tricks habe ich aber schon noch auf Lager.

Sinnvoller Workflow in der professionellen Bildbearbeitung
Ich unterscheide zwischen eigens fotografierten Bildern und extern angelieferten. Wie z. B. durch Agenturen, Druckereien oder Fotografen. Ich selbst fotografiere immer im RAW-Format so kann ich den vollen Umfang von diversen Bildbearbeitungsprogrammen ausschöpfen.

Wichtig ist immer zuerst der Weissabgleich. Dieser kann nachträglich verändert werden. Klingt einfach ist aber ausschlaggebend für das Endresultat. In der professionellen Bildbearbeitung steht dem Weissablgeich und der Gradationskurve die oberste Priorität zu. Stimmen diese zwei Parameter nicht exakt, hat das Bild immer einen Farbstich.

Sind diese beiden Punkte aber korrekt, kann die Bildbearbeitung fortgesetzt werden. Jetzt kann man sich um die Feinheiten und Details kümmern. Hauttöne separat korrigieren, einzelne Farbtöne abgleichen oder umfärben, Weichzeichnen, Schärfen etc. und das alles partiell oder global.

Formate
tiff, jpg, psd, png und noch viele mehr. Es gibt eine Vielzahl von Bildformaten in der professionellen Bildbearbeitung. Welches Format wo und wie benötigt wird ist von dessen Anwendungsbereich abhängig. Wird es im Web benötigt, z. B. auf der Firmenwebseite, oder für Drucksachen oder für beides? Je früher im Bildbearbeitungs-Workflow das bekannt ist umso gezielter können die Bilder bearbeitet werden.

Auflösungen
Je höher desto besser könnte man sagen. Doch so einfach ist es auch wieder nicht. Die Auflösung der Bilder sollte immer dem Anwendungsbereich entsprechend sein. Bei angelieferten Bilder werde ich des öfteren gefragt ob die Auflösung für den Offsetdruck reiche? Meist ist die Auflösung gut bis sehr gut und rein technisch ist alles einwandfrei. Doch trotzdem hat das Bild eine schlechte Qualität und reicht nicht für professionelle Anwendungen. Warum? Entweder wurden die Bilder bereits hochgerechnet, oder immer wieder im jpg Format abgespeichert. Vielleicht wurde mit minderwertigen Objektiven fotografiert, oder das Bild ist verwackelt. Die Palette an Faktoren die ein gutes oder schlechtes Bild ausmachen sind gross und müssen in der professionellen Bildbearbeitung immer individuell abgeklärt werden.

Das Bild am Monitor
Die Palette an Monitoren ist vielfältig und es gibt für jeden Anwendungsbereich diverse Modelle. In der professionellen Bildbearbeitung ist der Monitor essenziell. Er muss Hardwarekalibrierbar sein, das heisst der Bildschirm muss zwingend kalibriert sein um die Farben korrekt darzustellen. Dies ist keine einmalige Sache sondern sollte alle hundert Betriebsstunden überprüft und wenn nötig nachkalibriert werden.

Für Print oder Web
Wie eingangs erwähnt ist es in der professionellen Bildbearbeitung von Vorteil, wenn man weiss, für welche Anwendung das Bild benötigt wird. Bei beiden Workflows ist aber entscheidend die Bildbearbeitung so lange wie möglich im RGB-Modus auszuführen. Für den Druck wird das Bild in den cmyk-Modus konvertiert und dadurch der Farbraum erheblich eingeschränkt, was eine weitere Bildbearbeitung unter Berücksichtigung der Papierwahl nötig macht. Lesen sie dazu meinen !Blog „Stolperstein Farbe“.

Proofing
Ich proofe hauptsächlich um den Druck vorab zu simulieren. Je nach Wunsch auf Offsetpapier oder aber gestrichene Papiersorten nach Druckstandard ISO 12647-2. Diese Proofs dienen der Druckerei als Farbreferenz für den Auflagendruck.